S.F. hat seit 14 Jahren Zigaretten geraucht, in der letzten Zeit noch etwa eine Schachtel pro Tag. Sie hat mindestens zehnmal vergeblich versucht, mit dem Rauchen aufzuhören, dies jedoch nur ein bis fünf Tage jeweils durchgehalten. Dies, so schreibt sie, „hat zu einer zunehmenden Desillusionierung“ geführt. Hinzu kommt, dass sie an ihrem Arbeitsplatz rauchen darf und dass auch ihr Partner raucht.

Diesmal überlegt sie, wie sie KAW und Introvision dazu verwenden kann, um mit dem Rauchen aufzuhören….eine Kombination aus drei Strategien.

  1. Introvision auf den Konflikt, mit dem Rauchen aufzuhören…

Ich befand mich in dem für Raucher klassischen Imperativ-Gegenimperativ-Konflikt, dass es einerseits nicht sein darf, dass ich weiter rauche und andererseits auch nicht sein darf, dass ich nie wieder in meinem Leben eine Zigarette rauchen darf….


2. Introvision auf die „schwachen Momente“, in denen sie in Versuchung  

    ist, wieder mit dem Rauchen anzufangen…

3. KAW auf das Zentrum des Angenehmen, eine Nichtraucherin zu sein.

4. Außerdem verwendete sie anfänglich ein Nikotinpflaster, um die

    Symptome eines körperlichen Entzugs abzumildern…

Das Ergebnis ist, dass sie zum Zeitpunkt ihres Berichts zwei Monate nicht mehr geraucht hat.

 

Aus: Angelika Wagner "Gelassenheit durch Auflösung innerer Konflikte. Mentale Selbstregulation und Introvision" 1.Aufl. 2007, Verlag Kohlhammer


 

 

 

 

 

 

 

 

Seite aktualisiert: 8.6.2013