Bei dem folgenden Beispiel geht es um eine sehr belastende Beziehung, in der sich die betreffende Studentin eingeengt und unter Druck gesetzt fühlte. Ausgangspunkt für die Introvision war ein Realitätskonflikt: B.L. ärgerte sich über das Verhalten einer Freundin und ihre Gedanken drehten sich dabei im Kreis.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt war ich von der Wirkung des KAW noch nicht überzeugt. Dies änderte sich, als ich in einem Beratungsgespräch mit meinen Kommilitoninnen ein mich sehr belastendes Thema ansprach. Es ging hier um eine Freundschaft, die mir nicht gut tat, zu der ich aber nicht genug Abstand gewinnen konnte.

 

Sie beschloss, auf dieses Problem Introvision anzuwenden und führte in diesem Zusammenhang ein Introvisionsberatungsgespräch...

 

In dem Setting kamen wir am Ende des Gesprächs zum Kernimperativ (...), auf den ich auch gleich KAW machte. Diese Übungen wiederholte ich zu Hause in den nächsten Tagen etwa 5 bis 6 mal.

Sehr schnell stellte sich eine Änderung in mir ein. Ich begann, mich weniger über die betreffende Person zu ärgern und überhaupt weniger an sie zu denken. Von nun an machte ich die KAW-Übungen einige Wochen lang, wenn auch sehr unregelmäßig. Zum einen, weil der Leidensdruck in Bezug auf dieses Thema schnell abgenommen hatte, und zum anderen, weil es für mich einfach immer weniger wichtig wurde. ...

 

Das Fazit dieser Studentin ist: "Ich war sehr überrascht, wie schnell die KAW-Übungen ihre Wirkung taten und fühle mich seitdem angenehm befreit."

 

Aus: Angelika Wagner "Gelassenheit durch Auflösung innerer Konflikte. Mentale Selbstregulation und Introvision" 1.Aufl. 2007, Verlag Kohlhammer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Seite aktualisiert: 11.10.2013