"Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden, als Freude zu gewinnen."

                                                                                                                   Sigmund Freud

 

 

Depressive Episoden treten bei vielen Menschen immer wieder auf (Rezidive). Prof.Dr.Dr.Roth (Verhaltensphysiologe Univ.Bremen) bilanziert nach 50 Jahren Depressionsforschung: 80 % Rückfallrate nach einer klassischen Psychotherapie.* Andere Quellen sprechen von 30% Rezidive. In jedem Fall eine nicht geringe Zahl, hinter der viel Leid steht. Und das nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für deren Familien und Freunde.

 * auf den "Berliner Depressionsgesprächen", Charité,  28.5.2013

 

Das Ziel der ACT besteht darin, Menschen wieder die Freiheit zu geben, i h r wertorientiertes Leben zu leben und i h r e Vorstellung von einem guten Leben zu realisieren. Der Weg aus der Depression oder Angststörung beginnt genau hier!

 

Im Jahr 2011 gab dann Steven Hayes, als einer der Begründer der ACT, bekannt, daß diese Therapiemethode inzwischen in 50 wissenschaftlichen Studien weltweit auf seine Wirksamkeit hin untersucht und vom Amerikanischen Psychologenverband als empirisch gut gestützte Therapiemethode benannt wurde. 


Im Gegensatz zu anderen, gängigen Therapiemethoden, die bei den „Volkskrankheiten“ Depression und Angsterkrankungen häufig angeboten werden, konzentriert sich ACT nicht auf das analytische Sezieren der Vergangenheit oder auf rationale Erklärungsversuche von Verhalten oder Gefühlen. Man weiß aus klinischen Untersuchungen - und einige von uns aus leidvoller persönlicher Erfahrung - , daß dieser Ansatz oft nicht den erhofften, vor allem langfristigen Erfolg bringt. Die Depression kommt wieder, die Angst und Panik auch.


Aus diesen unbefriedigenden Ergebnissen der traditionellen Verhaltenstherapien entwickelten sich Ansätze, die als sogenannte 3. Welle der Verhaltenstherapien bezeichnet werden. ACT, als wichtiger Bestandteil dieser „Welle“, erweitert die etablierten Behandlungsmethoden um Achtsamkeit, welche viele aus der buddhistischen Tradition kennen, Akzeptanz und Mitgefühl mit dem eigenen Erleben sowie werteorientiertem Handeln, das sich aus dem philosophischen Gebiet der Ethik ableitet. ACT wird damit zu einer komplexen und an die individuellen Bedürfnisse des Klienten angepassten Behandlungsmethode.



Seite aktualisiert 23.10.2015